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Nationalspielerin Jana Schreckenbach

Nationalspielerin Jana Schreckenbach

Jana Schreckenbach hat es geschafft. Ende November lief die 17 jährige aus Chemnitz das erste Mal mit dem Bundesadler auf der Brust auf's Eis. In Füssen standen drei Vergleiche der deutschen Damen-Nationalmanschaft gegen die Schweiz auf dem Programm, die mit zwei Siegen (1:0, 9:2) und einer Niederlage endeten. Im deutschen Ensemble bekam Jana gleich ihren Stammplatz. "Zwei Spiele war ich 60 Minuten dabei, im dritten bin ich letzten Drittel raus", erzählt sich nicht ganz ohne Stolz. Eigentlich ein Wunder, hat Chemnitz doch lediglich in der fünften Liga die beste Männer-Mannschaft. Ein Damen-Team existiert überhaupt nicht.

Sportschule in Finnland

Jana ging gegen die Eidgenossinnen zwar leer aus, was sie aber nicht weiter verwunderte. Bundestrainer Rainer Nittel hatte die 1,72 Meter große Athletin für die Linksaußenposition vorgesehen. "Normalerweise spiele ich rechte Verteidigerin. Das war eine ganz schöne Umstellung" , schildert sie Ihren ersten guten Einstand und hofft, das ihr das eine Jahr Sportschule in Finnland sehr hilft. Die Chemnitzerin spielte bis zum Sommer bei den Jungen im Nachwuchs bei der USG. Dort behauptete sie sich tapfer, ehe das Angebot eines Schüleraustauschs mit der Partnerstadt Tampere in Finnland kam. "Dass musste ich einfach machen, alleine schon wegem Eishockey ", strahlte sie bis über beide Ohren. Nicht nur, dass die finnischen Damen europäische Spitze sind und sie mit ihrem Verein Tappara Tampere Woche für Woche mit der Elite des Kontinents misst. Sie hat auch mehr Eiszeiten. Dreimal Training mit dem Team, dreimal in der Schule und einmal geht sie sogar mit den Torfrauen aufs Eis. Da gibt es nur im Spiel Unterschiede zu der langen Zeit bei den jungen Herren in Chemnitz. "Das Körperspiel fällt weg, eigentlich schade. Das sollte man ändern."

Checken verboten!

Schon oft spürte sie in den vergangenen Wochen die Härte der Schiedsrichter, Nur zwei Strafminuten in der kompletten abgelaufenen Saison, jetzt sind es nach nicht einmal der Hälfte aller Spiele schon 14. Die Erklärung von Jana klingt einleuchtend: "Ich checkte alle Gegnerinnen schön mit der Hüfte gegen die Bande und musste immer raus. Erst mein Coach sagte mir, dass das verboten ist." Mitgeteilt bekam sie das auf Englisch. Aber inzwischen steht Finnisch bei der selbstbewussten Sächsin, die eigenen Angaben zufolge weder kochen noch nähen kann, hoch im Kurs. Die wichtigsten Begriffe sitzen schon, fehlt nur noch der Slang, die Umgangssprache. Nach diesem Jahr in Tampere kann sich Jana eine Rückkehr nach Deutschland vorstellen. Das Abitur ist das große private Ziel, sportlich sind es die Weltmeisterschaften 2000 in Kanada sowie die Olympischen Spiele 2002 in Salt Lake City. Doch dafür muss sie zu einem Spitzenklub. Der ETC Crimmitschau kommt dafür nicht in Frage. "Da kann ich mich nicht weiterentwickeln", weiß die Schülerin.

Ein Angebot, das sie sofort annehmen würde, wäre eine Offerte aus Übersee. Dort wir teilweise unter Profibedingungen Eishockey gespielt. Eine Aufgabe, die sie Reizen würde. Neben ihren Stärken Körperspiel, Skating und dem harten Schuss gehören auch Selbstvertrauen und das Spiel Frau gegen Frau dazu. "Das muß ich noch üben. Zocken kann ich einfach noch nicht."

Quelle auszugsweise: Eishockey Live 1/2000

Spielstand nach dem ersten Drittel: Mit der mittlerweile vergangenen WM hat´s geklappt, schau mer mal, wie´s weitergeht ;-)


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